Offene Wunden: Fehlende Barriere gegen Bakterien und Keime


Um genau zu sein, wird jede Wunde, die die Hautschichten durchdringt, als offene Wunde definiert. Doch üblicherweise ist eine offene Wunde eine tiefere Verletzung wie eine Biss- oder Stichwunde im Gegensatz zu einer Abschürfung oder einer kleineren Schnittwunde.

Vorsicht vor Infektion

Wenn sich noch Fremdkörper in der Wunde befinden, versuchen Sie nicht sie selbst zu entfernen: Sie könnten dabei noch mehr Gewebe verletzen. Die Blutung zu stoppen hat Vorrang; wenn Sie sich nicht sicher sind, arbeiten Sie so gut wie möglich um Fremdkörper herum. Tiefere Wunden sollten generell von einem Arzt behandelt werden, da hier die Möglichkeit besteht, tiefer gelegene Blutgefäße oder Organe zu beschädigen. Außerdem sind offene Wunden, insbesondere Bisswunden, immer anfällig für Infektionen. Wenn nötig, wird der Arzt auch den Schutz gegen Wundstarrkrampf (Tetanus) erneuern und eine Antibiotika-Therapie verordnen.

MEDIZINISCHEN RAT EINHOLEN

Ein Fall für den Arzt: Stichwunden – insbesondere wenn Fremdkörper eingedrungen sind –, Kratzer und Bisse von Tieren, großflächige Verbrennungen und stark blutende Wunden müssen von einem Arzt behandelt werden.