Infizierte Wunden: Offene Wunden sind infektionsgefährdet


Großflächige Wunden und Wunden, die nicht gut verheilen, sind natürlich besonders empfänglich für Keime. Bei Diabetikern ist die Gefahr einer Wundinfektion beispielsweise fünfmal so hoch wie bei gesunden Menschen.

MERKMALE DER WUNDINFEKTION

Infektion zeigt sich durch

  • verdächtige Röte
  • übermäßige Wärme
  • Schwellung
  • hohe Schmerzempfindlichkeit

Eine infizierte Wunde ist ein Fall für den Arzt. Er kann die Notwendigkeit einer Antibiotika-Therapie beurteilen und den Schutz vor Wundstarrkrampf (Tetanus) bei Bedarf erneuern. Der Arzt entfernt außerdem totes Gewebe aus der Wunde, da es den Heilungsprozess verzögert. Eiternde Wunden müssen gereinigt werden; möglicherweise ist eine Drainage mit einem Röhrchen, durch das Eiter abfließen kann, nötig. Es gibt auch spezielle Wundverbände für infizierte Wunden, die aus Silikon- Schaumverband und Hydrogel bestehen. Sie tragen zur Befeuchtung und Belüftung der Wunde bei und absorbieren überschüssiges Sekret.

MEDIZINISCHEN RAT EINHOLEN

Ein Fall für den Arzt: Stichwunden – insbesondere wenn Fremdkörper eingedrungen sind –, Kratzer und Bisse von Tieren, großflächige Verbrennungen und stark blutende Wunden müssen von einem Arzt behandelt werden.